Ja, er lebt noch! Er lebt noch! Er lebt…

Juni 2017
… der alte Holzmichel und der Verein „Gegenwind Rödernsche Heide“! Ja, sicherlich ist es in den vergangenen Wochen und Monaten etwas still um die Bürgerinitiative geworden. Wer daraus schließt, dass die BI sich aufgelöst hat, der ist auf dem Holzweg. Wachsam verfolgen wir die politischen Entwicklungen und Entscheidungen in Sachen Windenergienutzung. Wir nutzen die Zeit zum „Durchatmen“ und Kraft schöpfen. Jetzt hat Privates bei den Mitgliedern der Initiative auch mal Vorfahrt. Wir sind aber wieder mit 100 Prozent dabei, wenn der Regionale Planungsverband nach der Sommerpause tagt und man die nächsten Schritte zur Ausweisung von Windvorrangflächen in Angriff nimmt.
Ja, er lebt noch! Er lebt noch! Er lebt – unser Verein!

Ein Sieg der Vernunft!?

Januar 2017
Der Regionale Planungsverband (RPV) hat die Rödernsche Heide von der Liste der Windpotenzialflächen gestrichen.
Nach einer artenschutzrechtlichen Prüfung teilte der RPV jetzt in der 153. öffentlichen Planungsausschuss-Sitzung mit, dass er das Gebiet nicht zur Aufnahme als Vorrang- und Eignungsgebiet Windenergienutzung in den Regionalplanentwurf übernehmen wird. Entsprechende Pläne sollen auch nicht weiter verfolgt werden, war zu hören.
Der RPV will im Entwurf nun mit 15 Flächen zur Entwicklung von Windparks arbeiten. Damit können rund 140 Prozent des regionalen Mindestenergieertrages erreicht werden, hieß es. Darüber hinaus gab der RPV bekannt, dass der Abstand zur Wohnbebauung im baurechtlichen Außenbereich auf 750 m erhöht werden kann und wird.
Ein Sieg der Vernunft!? Wir als Bürgerinitiative können das alles noch gar nicht richtig glauben.Wir staunen nur, wie geschmeidig die Regionalplaner im Bundestags-Wahljahr 2017 die Kurve bekommen haben und eine neue Marschrichtung vorgeben.
Für uns als Gegenwind-Aktivisten steht fest: Wir arbeiten weiter und schauen der Politik und Verwaltung weiterhin auf die Finger. So lange der Regionalplan noch nicht verabschiedet ist, so lange können wir uns nicht darauf verlassen, dass die Rödernsche Heide nicht doch noch skrupellosen Windmüllern zum Abholzen „überlassen“ wird. Erst, wenn die Tinte mit den Unterschriften unter den Papieren getrocknet ist, lehnen wir uns entspannt und glücklich zurück.

Infraschall-Infoveranstaltung

Januar 2017
Der Regionale Planungsverband Oberes Elbtal/Osterzgebirge (RPV) hält Wort. Nach massiven Bürgerbeschwerden und Warnungen vor Gesundheitsschäden durch Windkraftanlagen organisiert der RPV am 30. Januar 2017 von 18 Uhr bis 21.15 Uhr im Deutschen Hygienemuseum in Dresden eine Infoveranstaltung zum Thema Windenergienutzung und Gesundheit. Dabei soll die Frage erörtert werden: „Haben Schallemissionen von Windenergieanlagen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit?“
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Sächsischen Energieagentur SAENA GmbH organisiert. Beide haben angekündigt, dass Fachexperten aus dem gesamten Bundesgebiet und verschiedener wissenschaftlicher Fachbereiche sich daran beteiligen werden. Die Fachvertreter werden in Impulsvorträgen die wichtigsten Fakten präsentieren. Im Anschluss werden die Experten im Podium unterschiedliche Standpunkte diskutieren und Fragen aus dem Publikum beantworten.
Geplant ist, dass Besucher individuell mit den Podiumsteilnehmern an sogenannten Thementischen ins Gespräch kommen können. Laut Aussage der Veranstalter steht dafür eine Stunde Zeit zur Verfügung.
Anmeldungen für die Veranstaltung auf der Homepage der SAENA

http://www.saena.de/aktuelles/veranstaltung.html?eid=382

Grüne Liga unterstützt uns

November 2016
Unsere BI ist seit Monaten unterwegs, um juristische Mittel, Möglichkeiten und Strategien abzuklopfen, um gegen die Ausweisung von einem Windvorranggebiet in der Rödernschen Heide vorgehen zu können. Wir rüsten uns für eine Schlacht – und wissen einen starken Verbündeten auf unserer Seite: Die Grüne Liga Sachsen steht uns bei in unserem Kampf!
Der anerkannte Umweltfachverband ist klage-berechtigt und äußerst erfahren, wenn es vor Gericht um die Durchsetzung von Naturschutzbelangen geht. Dem sächsischen Vorsitzenden der Grünen Liga, Tobias Mehnert, ist es ein Dorn im Auge, wenn hier am Rande eines Europäischen Vogelschutzgebietes Windräder errichtet werden sollen. Mehnert sieht die Vogelbestände des geschützten Rotmilan dadurch akut gefährdet. Der renommierte Naturschutzsachverständige hat zudem kein Verständnis dafür, dass für einen Windpark hektarweise Wald gerodet sowie ein Naherholungsgebiet kaputt gemacht werden sollen.
Tobias Mehnert ist optimistisch, dass die Planung eines Windvorrangbebietes in der Rödernschen Heide vor Gericht einer richterlichen Prüfung nicht stand hält. Mit Unterstützung unserer Bürgerinitiative ist er bereit, falls nötig bis in höchste Instanzen zu klagen.
Wir sind gewappnet! Wir lassen nicht widerstandslos zu, dass unsere schöne Heide mit ihrer einzigartigen Tierwelt dem Wind-Wahn geopfert wird.

Gesicht zeigen! Zeichen setzen!

September 2016
„Wir sind es leid, an der Nase herumgeführt zu werden!“ Gut 60 Bürger machten auf der Wind-Infoveranstaltung des Regionalen Planungsverbandes (RPV) am 30. August in Großenhain ihrem Unmut lautstark Luft. Sie verließen demonstrativ die Sitzung sofort nach deren Eröffnung. Mit der abgestimmten Aktion protestierten Bürgerinitiativen gegen die Arroganz der Politik und die Pläne zur Ausweisung von Windvorranggebieten in der Rödernschen Heide (Windpotenzialfläche Nummer acht) und der Großenhainer Pflege. Gesicht zeigen! Zeichen setzen! Darum ging es. Ob die anwesenden Landespolitiker, leitenden Ministerialbeamten und Staatsdiener daraus die richtigen Schlüsse ziehen, weiß allein der Himmel.
Jedenfalls lief diese vierte Info-Veranstaltung nach dem Protest genau so ab wie die anderen drei zuvor. Der RPV spulte Dokumentionen zu seiner Arbeit, deren Methodik und seinem Auftrag ab: Er muss politische Vorgaben erfüllen und der Windenergie substanziell Raum verschaffen. Die Raumplaner sind dazu vergattert so lange ihr Auswahlverfahren, zu manipulieren bis ausreichend genehmigungsfähige Flächen zur Errichtung von Windparks zur Verfügung stehen. Sie können es sich dabei nicht leisten, viel Rücksicht auf das Schutzbedürfnis der Menschen (Stichwort 10H; Abstand zur Wohnbebauung=10xWindradhöhe) oder der Natur und Landschaften zu nehmen. Würden sie das tun, könnten sie nicht die Vorgaben aus dem Innen- und dem Wirtschaftsministerium erfüllen.
Die Bürger durften im Anschluss an die „Theorie“ Fragen stellen. Sie machten reichlich Gebrauch davon. Jedoch, viel schlauer als zuvor waren sie danach auch nicht. Nur frustrierter oder erregter – je nach Temperament. Denn die Herrschaften auf dem Podium antworteten entweder ausweichend, macht-besoffen, völlig realitätsfremd, scheinheilig oder (wissentlich oder unwissentlich?) falsch. Im Verlauf der Fragestunde wurde klar: Für die Nöte und Ängste der von Windkraft negativ betroffenen Bürger interessiert man sich in der Landespolitik und den zuständigen Ministerien kaum. Es geht allein um die Planerfüllung!
Quintessenz aus Sicht der Betroffenen: Gut, dass der RPV sich öffentlich in den Veranstaltungen erklärt und informiert hat. Gut, dass er auf die Nachfragen der Bürger reagiert und eine weitere Info-Veranstaltung zum Thema Gesundheitsgefahren & Windkraftnutzung vorbereiten und organisieren will. Übel, übel, übel wie die Landespolitik und die Ministerien die Menschen im Ländlichen Raum verschaukeln und „im Regen“ stehen lassen.